Rennen 1:
Während im Frühjahr noch der alte Hockenheimring bestand hatte, wurde die Strecke nun umgebaut und gekürzt. Zudem sind die langen (und langweiligen) Geraden damit ein Teil der Geschichte. Da Thomas diesmal nicht ein sehr hohes Gewicht im Vergleich zu den anderen hatte, konnte er sich in der Quali auf P4 stellen.
Am Start kam Thomas gut vom Fleck, blieb aber erstmal vierter. Vor ihm versuchte allerdings Aiello an Scheider vorbei zu kommen, dadurch musste Dumbreck bremsen und Thomas ging vorbei. Das große Hauen und Stechen, wie es beim Meisterschaftsstand zu erwarten war, blieb jedoch aus. Thomas konnte schließlich auf der Parabolika sich neben Aiello setzen, doch dieser bremste ihn in der Haarnadel wieder aus.
So blieben die ersten drei fast das ganze Rennen unverändert und das Rennen schien nicht die Spannung wiederzuspiegeln, die der Meisterschaftsstand vorgibt. Erst in der vorletzten Runde machte Thomas schließlich noch einmal einen Angriff auf Aiello, diesmal sollte er sich aber ausgerechnet die Mercedes-Kurve aussuchen und damit an Aiello vorbei gehen.
In der letzten Runde schloss Thomas nun die Lücke zu Scheider und griff diesen auch im Motodrom an, doch der Mercedes-Fahrer schaffte es besser aus der letzten Kurve raus zu beschleunigen und siegte so 0,1 Sekunde vor Thomas. Aiello wurde dritter vor Dumbreck, Tomczyk, Schneider, Ekström, Alzen, Jäger und Mayländer.
In der „Blitz-Tabelle“ hat Thomas damit um 2 Punkte vor Biela die Führung übernommen, aber die Top7 sind weiterhin im Titelrennen. Ebenso ist nichts bei den Teams entschieden, während Mercedes um einen Punkt bei den Herstellern führt.
Rennen 2:
Wie schon im ersten Rennen, so blieb Thomas beim Start auf P4, während Aiello an der Spitze Scheider angriff. Diesmal sollte es Aiello vorbei schaffen und übernahm so die Führung. Doch dahinter ließ nun Scheider seinen Markenkollegen Dumbreck vorbei und blockierte Thomas mit allem, was er hatte. Schließlich würde er so Dumbreck zum Titel verhelfen.
Doch damit noch nicht genug Drama: Dumbreck konnte sich nun auch neben Aiello setzen und war mehrere Kurven neben ihm, bis er sich schließlich durchsetzte. Da es zwischen den Marken in der Wertung so eng ist, sollte das auch die Entscheidung in diesem Titelkampf werden. Scheider versuchte hingegen ebenso an Aiello vorbei zu gehen, scheiterte jedoch. Die Folge war aber, dass Aiello nun zu weit von Dumbreck entfernt war und das Ruder nicht mehr rum reißen konnte.
Ebenso schaffte es Thomas nicht mehr an Scheider vorbei, aber durch den Sieg von Dumbreck waren ohnehin alle Titelhoffnungen ausgeträumt. Dumbreck siegte vor Aiello, Scheider, Thomas, Ekström, Tomczyk, Jäger, Schneider, Alzen und Biela.
Dumbreck holte sich damit um 7 Punkte vor Thomas seinen ersten Titel und während er mit 146 Punkten in den 19 Jahren STW die wenigsten für eine Meisterschaft sammeln konnte. Dritter wurde Aiello vor Biela, Abt, Alzen, Huisman, Ekström, Tomczyk, Fässler, Schneider, Mayländer, Jäger und Scheider.
Die Teamwertung sollte am Ende an Schnitzer gehen, die mit 11 Punkten Vorsprung ihren fünften Titel holen konnten. Abt wurde zweiter vor HWA, Mücke, Persson, Manthey, Rosberg, Mamerow, Holzer und Phoenix.
In der Markenwertung entschied Dumbreck mit dem Sieg das Rennen für Mercedes, Audi wurde 8 Punkte dahinter zweiter. Opel folgt auf Rang 3.
Audi und Mercedes haben das Jahr gleichermaßen dominiert und so eine enge Meisterschaft geschaffen. Beide Marken teilten sich gleichmäßig die Anzahl der Siege, Poles und schnellsten Rennrunden. Opel hatte dagegen ein furchtbares Jahr und darf daher den Wagen nachbessern. Schließlich wird die Party besser, wenn noch einer mehr mitspielen kann.







