1989 – Estoril

In der Quali konnte sich Thomas auf P3 hinter Senna und Prost, sowie vor Patrese setzen, doch das größere Problem waren die Reifen. Der Verschleiß war so hoch, dass man bei Thomas auf der linken Seite sogar die härtere Mischung nutzte. Am Start verlor er damit zwar einen Platz an Patrese, doch konnte sich den dritten Rang noch in der ersten Runde zurück holen. Anschließend schaffte er es sich Stück für Stück von Patrese abzusetzen, doch gleichzeitig zogen auch die McLaren vor ihm davon. So war er schon bald in einem Niemandsland und konnte dort die Reifen managen.

Zur Halbzeit ging er als einer der ersten an die Pit und fiel damit auf P6 zurück. Die beiden Ferrari waren lange draußen und damit kein Hindernis. Ebenso blieb McLaren sehr lange auf der Strecke und versemmelte zudem beide Pitstops. Durch den Undercut und die Probleme von Senna und Prost kam Thomas an beiden vorbei und übernahm um 6 Sekunden die Führung. Die McLaren waren zwar nun deutlich schneller, sollten aber nicht nah genug ran kommen, bevor die Reifen auch bei ihnen wieder schlechter wurden. Damit konnte Thomas am Ende ungefährdet um 4 Sekunden den Sieg vor Senna und Prost einfahren, Patrese wurde vierter vor Berger und Nannini.

In der Meisterschaft führt zwar weiterhin Prost, er liegt nun aber nur noch 23 Punkte vor Senna und Niemayr. Wenn Prost noch einen zweiten Platz holt, hat er sich vorzeitig den Titel gesichert. Patrese liegt nun auf P4, nur vier Punkte hinter Senna und Thomas. Bei den Konstrukteuren führt unverändert McLaren, sie liegen nun 27 Punkte vor Williams.

Thomas Niemayr