Toni ging von der achten Position in das Rennen und behauptete diesen Platz nach dem Start. Schnell erhöhte er die Schlagzahl und setzte Wehrlein unter Druck, an dem er schließlich erfolgreich vorbeizog. Nur wenige Runden später überrumpelte Toni auch Dürksen und übernahm den sechsten Rang. Um die 1-Stopp-Strategie abzusichern, regelte er den Ladedruck des Turboladers frühzeitig herunter. Der vor ihm platzierte Zendeli wählte das gegenteilige Risiko mit vollem Turbo und zwei Boxenstopps. Da die Zeitkomponente in der Boxengasse extrem kurz ausfiel, waren beide Taktiken laut den Berechnungen auf dem Papier absolut gleichwertig.
Bis zur Rennmitte profitierte Toni von komplett freier Fahrt und spulte konstante Rundenzeiten ab. Nach seinem planmäßigen Service rutschte er zwar zunächst auf die neunte Position zurück, kämpfte sich mit den frischeren Reifen aber zügig wieder bis auf den sechsten Rang nach vorne.
Als im packenden Finale auch die letzten Piloten zu ihrem zweiten Pflichtstopp abbogen, spülte es Toni immer weiter an die Spitze. In den letzten Umläufen fand er sich auf dem zweiten Platz wieder, während der heranstürmende Verschoor im Rückspiegel bedrohlich näher kam. Mit einer fehlerfreien Fahrt rettete Toni den hauchdünnen Vorsprung von 0,4 Sekunden über die Ziellinie. Ein verdienter zweiter Platz, der das Resultat einer perfekten Reifeneinteilung und einer klugen Renntaktik war.
Der Sieg ging an Schumacher vor Toni und Verschoor. Die verbleibenden Positionen in den Punkterängen belegten Zendeli, de Vries, Pin, ten Voorde, Müller, Vettel und Wurz.
Durch diesen Erfolg übernahm Toni die Führung in der Meisterschaft mit einem Vorsprung von sechs Punkten auf Vettel. Dahinter rangieren Verschoor, ten Voorde, Zendeli und Schumacher. In der Teamwertung behauptet Engstler die Spitzenposition vor Schubert und Irmscher. Bei den Herstellern liegt Opel weiterhin an der Spitze der Tabelle, gefolgt von VW, BMW, Porsche und Mercedes.








