Der Saisonauftakt der 1999er Meisterschaft fand mit Thomas Niemayr im Albert Park, Melbourne statt. Wir hatten mit dem Riley & Scott zwar ein Fahrzeug, dass auf Highspeed-Strecken nicht zu unterschätzen war, aber gerade auf Kursen wie Melbourne, eine ziemliche Diva war. Der Wagen wollte nur schwer um die Kurven und die „Fahrhilfen“ waren eher vernachlässigbar. Die Traktionskontrolle hat nur die Optionen „An“ oder „Aus“ und selbst wenn sie „An“ war, so regelte sie alles, nur nicht den Wheelspin. Immerhin hatten wir Schaltwippen und eine digitale Tankanzeige. Beides war 1999 noch nicht Standard in den Prototypen.
In der Quali konnte sich Thomas immerhin auf P10 schieben, während insgesamt 18 Fahrzeuge in der LMP Klasse waren. Die Pole holte sich Frank Biela im Audi R8 Roadster, während Dumbreck auf P4 der schnellste LMTGP, also geschlossener Prototyp, war. Claudia Hürtgen war in ihrem Porsche 933 GT2 schnellste der LMGTS.
Am Start konnte Thomas direkt zwei Positionen gewinnen und hinter Auberlen im BMW bleiben ordentlich Druck ausüben. Ein Angriff auf ihn scheiterte jedoch, da er unvermittelt die Tür zu warf. Nach einem kleinen Ausritt in den Kies konnte so Brabham im Panoz vorbei kommen. Doch noch bevor wir uns wieder gesammelt haben, führten die dreckigen Räder zu Wheelspin ausgangs der letzten Kurve und einem Dreher.
Zum Glück ist Thomas nur auf P10 gefallen, hatte aber 10 Sekunden Rückstand auf Caffi im Courage und 6 Sekunden Vorsprung auf Katayama im Toyota. Langsam aber stetig ging es nun an Caffi ran, während Brabham das Rennen aufgeben musste. Gegen Halbzeit konnte Thomas schließlich Caffi hinter sich lassen, so dass er in der Gesamtwertung achter, in der Klasse siebter war. Damit fehlte noch eine Position, um in die Punkteränge zu fahren.
Nach den Pitstops drehte sich nun Krumm mit seinem Nissan, so dass Thomas auf P7, bzw. P6 der Klasse vorrücken konnte und ab da kontrolliert bis ins Ziel fuhr. Dumbreck holte sich unterdessen den Gesamtsieg, Tereda wurde im Autoexe Mazda erster der LMP Klasse. Hinter ihm sahen Saldana im Lola und Auberlen im BMW das Ziel. Zweiter der LMGTP wurde Katayama, die LMGTS gewann Belmondo vor Beretta (beide Viper) vor Konrad im Porsche.






