2026 – Heartland Park Topeka

Das große Finale in Topeka hielt, was es versprach, und bot Dramatik bis zur letzten Sekunde. Thorsten ging vom achten Startplatz ins Rennen und bewies im dichten Getümmel der ersten Kurven enormen Durchsetzungsvermögen, wodurch er sich direkt auf den fünften Rang vorschob. Dort fand er sich direkt hinter Langham wieder, während dessen Vordermann kein Geringerer als sein Titelrivale Darren Proffitt war. Bei diesem Zwischenstand wäre die Meisterschaft an Darren Proffitt gegangen, weshalb Thorsten absolut alles riskierte, um einen Weg an Langham vorbei zu finden, allerdings bissen sich seine Reifen an der starken Verteidigung die Zähne aus.

Von hinten baute zeitgleich Ricky Proffitt immer mehr Druck auf, der offensichtlich Schützenhilfe für seinen Bruder leisten wollte. Er attackierte Thorsten an allen erdenklichen Ecken der Strecke und fand schließlich nach einem harten Manöver einen Weg vorbei. Thorsten steckte nicht auf und wollte den Konter erzwingen, leistete sich in der Hitze des Gefechts jedoch einen Fehler und musste auch noch Lisenbee passieren lassen. Nach zwei Runden intensiver Verfolgung kämpfte sich Thorsten zwar wieder an Lisenbee vorbei, steckte im Anschluss aber erneut hinter Ricky Proffitt fest. Dieser machte jede noch so kleine Tür konsequent dicht, sodass Thorsten bis zur Zieldurchfahrt einfach keine Lücke mehr fand und das Rennen auf dem sechsten Platz beendete.

Den letzten Saisonsieg sicherte sich Noble vor Kruckeberg und Darren Proffitt, während Langham den vierten Platz belegte. Direkt dahinter überquerte Ricky Proffitt die Ziellinie knapp vor Thorsten auf Rang sechs, gefolgt von Lisenbee und Caesar auf den Plätzen sieben und acht, während Morgan und Hoppe die verbleibenden Positionen in den Top 10 einnahmen.

Durch diesen Rennverlauf fing Darren Proffitt seinen Rivalen im letzten Moment noch ab und krönte sich mit vier Punkten Vorsprung zum zweiten Mal zum Champion der Serie. Thorsten musste sich nach einem großen Kampf mit dem Vizetitel begnügen, während Ricky Proffitt die Meisterschaft auf dem dritten Platz vor Boles, Whitmire, Davis, Hilson, Lisenbee, Hernandez und Noble beendete. Zudem holte dieses Jahr jeder einzelne Fahrer des Feldes mindestens einmal Punkte.

Auch in der Teamwertung kam es beim Finale zum großen Sturz an der Spitze, denn FASS fing Red Bull noch ab und feierte mit fünf Punkten Vorsprung den allerersten Teamtitel der Teamgeschichte, während Minimizer, Alliance, Gainbridge, Foodliner und MT die weiteren Ränge belegten.

Bei den Marken ging die Krone einmal mehr überdeutlich an Freightliner, die in dieser Saison eine historische Dominanz an den Tag legten und bis auf ein einziges Rennen alle Läufe gewannen, gefolgt von Mercedes auf dem zweiten Platz sowie MAN, DAF, Iveco, Scania und Renault auf den weiteren Rängen.

Thorsten Nowak